Der besondere Augenblick – nach dir kräht der Hahn!
Hoch oben auf unserem Kirchturm steht dieser Hahn, fest verbunden mit dem Kreuz. Er trotzt Wind und Wetter, wachsam dem Himmel zugewandt. Er erinnert daran: Unser Leben ist nicht nur nach unten, sondern nach oben offen – verbunden mit dem Himmel, verbunden mit Christus.
Der Hahn ruft den neuen Tag aus. Er mahnt zur Wachsamkeit und zum Erwachen des Glaubens. Und er erzählt die Geschichte des Petrus und seiner Christus-Verbindung: vom Versagen, vom Erschrecken – und von der Chance zum Neubeginn. Der Hahn kräht nicht, um anzuklagen, sondern um zu erinnern: Dein Bekenntnis ist gefragt. Auf dem südlichen Turm der Pauluskirche blickt der Hahn seit der Erbauung der Kirche 1910 nach Osten. Also in die damalige Arbeiterstadt, die Oststadt. Und auch dorthin, wo der Tag beginnt, wo Licht aufgeht, wo die Kraft des Ostermorgens in jedem neuen Tag schlummert. Bis heute lädt der Hahn ein, den Blick zu heben, sich neu auszurichten und den Glauben wach zu leben. So ist der Hahn zugleich Balsam für die Seele derer, nach denen sonst in unserer Gesellschaft kein Hahn kräht. Menschen, die wahrgenommen werden wollen. Menschen, die sich keines besonderen Ansehens erfreuen. Gerade ihnen gilt: Nach dir kräht der Hahn, nach deiner Stimme, weil du Gott nicht gleichgültig bist.
Dieser Hahn kräht nach außen von dem, was innen in der Pauluskirche gelebt wird: Von Vesperkirchenerfahrungen, von Gemeinschaft, vom Wert des Lebens, von Ansehen auch ohne große Habe. Und vom Glauben, der lebt in Gebeten, Gemeinschaft, besinnlichen und fröhlichen Gottesdiensten ebenso wie in Musik, Kultur und vielem mehr.
Damit weiter Gutes drin ist – Außensanierung der Pauluskirche: Helfen Sie uns, indem Sie noch Patenschaften für die Sanierung an der Ostfassade übernehmen oder